Neue Geldquelle für Atomeisbrecher
Dienstag, den 01. Februar 2011 um 11:19 Uhr
Regierungschef Wladimir Putin hat die staatliche Korporation Rosatom beauftragt, ein langfristiges Entwicklungskonzept für Russlands atomgetriebene Eisbrecher-Flotte vorzulegen. Gemäss Putins Sprecher Dmitri Peskow soll das Konzept den Zeitraum von mehr als 15 Jahre beinhalten.
Zur Finanzierung soll ein Teil der der grössten russischen Frachtreederei Sovcomflot privatisiert werden. Den Erlös aus der geplanten Privatisierung will die Staatsführung nutzen, um einen atomgetriebenen Eisbrecher der neuen Generation zu bauen. Wie es zuvor hiess, will der Staat bereits ab 2011 einen Anteil von 25 Prozent seiner Sovcomflot-Anteile verkaufen. Ab 2013 behalte der Staat nur die Hälfte aller Anteile plus eine Aktie. Später trete er möglicherweise auch das Kontrollpaket ab.
Regierungschef Wladimir Putin hatte den Bau von drei Atomeisbrechern bis 2020 angekündigt. Das erste Schiff soll bereits im Jahr 2011 auf Kiel gelegt werden. Die neuen Eisbrecher werden in der Lage sein, zu jeder Jahreszeit in der Arktis im Einsatz zu sein.
Dabei müssen die bereits bestehenden Pläne für die Arktis-Erschliessung berücksichtigt werden, betonte Putin bei einem Treffen mit Rosatom-Chef Sergej Kirijenko. Das Konstruktionsbüro in Sankt Petersburg beginne bereits mit der Ausarbeitung eines entsprechenden Baukonzeptes, sagte Kirijenko. Es handle sich um einen Eisbrecher einer neuen Generation, der sowohl auf Flüssen als auch auf hoher See eingesetzt werden könne. «Wir wissen, dass die USA und Kanada gemeinsam einen solchen Eisbrecher für die beiden Länder bauen», fügte er hinzu. «Wir werden uns aber bemühen, selbständig ein solches Schiff zu bauen, das sogar eine grössere Wasserverdrängung haben wird. Ein Entwurf des Eisbrechers, der den modernsten internationalen Standards entspricht, liegt bereits vor. Mit dem Bau muss aber bereits jetzt begonnen werden».






