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Die Inuit sind einer Studie zufolge die Volksgruppe mit der weltweit höchsten Rate von Lungenkrebserkrankungen. Als Hauptgrund sehen Forscher deren extrem hohen Tabakkonsum. 6 von 10 Inuit rauchen. Das beschert den Ureinwohnern der Nordpolregion einen traurigen Rekord.

Nirgendwo auf der Welt ist Lungenkrebs so verbreitet wie unter den Inuit. Der Lungenkrebs-Anteil bei Inuit in Kanada, Grönland und Alaska liegt doppelt so hoch wie bei weissen US-Bürgern.

Inuit

In den vergangenen 35 Jahren habe sich der Anteil von Inuit- Männern, die an Lungenkrebs leiden, verdoppelt - der von Frauen sogar vervierfacht. Das entspreche der «höchsten Rate in der Welt», wie aus einer heute in der Fachzeitschrift «International Journal of Circumpolar Health» veröffentlichten Untersuchung hervorgeht.

Andere Krebsarten nicht mehr verbreitet

Die Fälle von Lungenkrebs bei den Ureinwohnern nehmen demnach vor allem in Kanada rapide zu. «Der logischste Grund ist der grosse Anteil von Rauchern an der Inuit-Bevölkerung», sagte Kue Young von der University of Toronto.

Amtliche Statistiken in Kanada weisen 58 Prozent der Ureinwohner des Landes als tägliche Raucher aus - im Vergleich zu 17 Prozent der kanadischen Gesamtbevölkerung. Die Forscher weisen allerdings darauf hin, dass das Krebsrisiko bei den Ureinwohnern nicht höher sei als bei der weissen Bevölkerung, wenn andere Krebsarten wie Brust- oder Prostatakrebs, welche bei den Inuit relativ selten vorkommen, mit einbezogen würden.